02.11.2016


Brandenburgische Segler überzeugen in Berlin
Auf der letzten Ranglistenregatta des Brandenburger 420er Perspektivkaders lieferten die Segler der Leistungsgruppe von Jan Sternberg zum Saisonabschluss 2016 eine hervorragende Leistung ab. Die Dominanz der Branden-burger Segler mit 9 Teams, war nicht nur quantitativ hoch, sondern auch in der Qualität der Leistung konnte man den hohen Stand der 420er Leistungsgruppe sehen.

Der Spandauer Eis Cup ist der Jahresabschluss der Berliner Segler und zeigt den Sportlern vor der Winterpause, wo sie im Moment leistungsmäßig stehen. Natürlich werden auch im Winter Regatten gesegelt. Zum Beispiel steht bei den Brandenburger Teams in diesem Jahr noch die Imperia Regatta in Italien auf dem Programm.
Der Spandauer Yacht Club richtet seine 420er Abschluss-regatta schon seit Jahren auf dem Wannsee an der Großen Breite aus. Diese Regatta wird über 2 Tage mit 5 Wettfahrten durchgeführt und verlangt von den Seglern einiges an Können ab.


Besonders Jasmin Schmidt (SVSF) und Nele Marie Willms (SVPA) zeigten als neues Damenteam neben einer hervorragenden seglerischen Leistung auch starke Nerven auf der Zielkreuz. In ihrer zweiten gemeinsamen Regatta er segelten sie sich einen hervorragenden 2. Platz und es zeigte sich, dass die gemeinsame Trainingswoche in Warnemünde Früchte getragen hat. Nach dem unglücklichen 4 Platz beim Saubuchtrennen in Potsdam konnten die beiden Talente hier ihre ganze Stärke zum Tragen bringen.


Besonders am Samstag war mit dem böigen Wind auch Bootsgefühl gefragt, da unerwartete Böen bis 5 Bft so manches Boot unter Spinnaker zum kentern brachten. Zwei Mannschaften mussten vorzeitig aufgeben, da nach der dritten Durchkenterung die Kraft fehlte die Wettfahrten
fortzusetzen. Auch waren diese Teams glücklich über die warmen Decken der DLRG.
Das gesamte Spitzenfeld lag zum Schluss Punktemäßig sehr dicht beisammen und zeigte, wie hoch das Niveau der ersten 10 Boote war. Am Sonntag gelang es Jasmin und Nele das Favoriten-Team des VSAW in der letzten Wettfahrt um Haaresbreite zu schlagen. Von Anfang an setzten sich drei Boote vom Gesamtfeld ab und lieferten sich während der 5. Wettfahrt spannende Zweikämpfe, sowohl auf der Kreuz, als auch auf den Spikursen.

Mit einem 6. Platz haben auch Melissa Kleiß und Katharina Tharra vom PSV gezeigt, dass sie zur Führungsspitze zählen.
Aber auch das Team Maximilian Kramer und Florian Berner vom SVEW konnten besonders am Samstag ihre Stärke bei Starkwind zum Tragen bringen und lagen am Samstagabend auf Platz 4. Mit einer Gesamtplatzierung auf Platz 7 haben auch sie, auf dieser Regatta eine hervorragende Leistung abgeliefert und gezeigt, dass sie zur Spitze gehören. Ein weiteres Damen-Team des PSV ersegelte sich mit dem 12. Platz ein sehr gutes Ergebnis. Weitere Ergebnisse waren Platz 14 Jacob Eggert und Jacob Emmer vom SVEW, Platz 15 Nicolas Pohl und Karen Fischer vom SgSP, Platz 16 Antonia Voigt und Hannah Sophia Weggässer SVEW und Platz 20 Jenny Wöling (SgSP) mit Lena Schenke (PSV) .
Neben den Trainingslagern an der Cote d’Azur steht diesen Winter sehr viel Sport auf dem Programm der jungen Sportler als Vorbereitung für das kommende Jahr.


 

LG Siebo Willms


 

05.09.2016
 
In diesem Jahr fand die IDJÜM auf Helgoland statt.
Zusammen mit dem SOC und der Langstrecke Rund Düne wurden daraus die Helgoländer Opti Wochen 2016.
 
Alle Teilnehmer reisten mit dem Schiff an. Die Überfahrt auf dem Sonnendeck war bis zum Einsetzen des Regens großartig.
Nach der Ankunft auf Helgoland konnten wir gleich unsere Unterkunft beziehen und dann Gepäck und Boote in Empfang nehmen.
Der Stauraum des Frachtschiffes hat gerade ausgereicht, um alle Trailer / Boote zu transportieren.
Während Jonas das Schlauchboot an den zugewiesenen Platz steuerte (wegen dem Nebel
ein abenteuerliches Unterfangen) verteilten die Eltern mit den Kindern die Boote und Trailer.
 
Den kommenden Tag nutzte unser Team, um sich mit der Welle und der Strömung vertraut zu machen.
Am Nachmittag erledigten wir die Anmeldung im Orgbüro und abends wurde beim gemeinsamen Abendessen der SOC eröffnet.
Leider konnte schon am ersten Regattatag wegen Nebel nicht gesegelt werden.
Bei zunächst wenig, dann mäßigem Wind haben wir am Dienstag und Mittwoch insgesamt 5 Wettfahrten gesegelt.
Dieses ungewöhnliche, aber tolle, Segelrevier sollten wir dann zwei Tage später während der Langstrecke Rund Düne noch besser kennenlernen.
Bei wenig Wind und Sonnenschein startete am späten Nachmittag die Wettfahrt.
Eine Herausforderung war die Beachtung der Seeschifffahrtszeichen, insbesondere der vielen Sperrgebiete.
Lustig waren insbesondere die neugierigen Robben, die auch schon beim SOC durch das Regattafeld geschwommen sind.
 
 
Am Samstag hatten wir einen trainingsfreien Tag. Er wurde zum weiteren Erkunden der Insel, zum Shoppen und Baden genutzt.
Die Trampolinanlage war immer ein guter Treffpunkt und auf dem Sportplatz spielten wir Fußball und erprobten das „Juckpulver“.
Den Sonntag begann unser Team mit einem Geburtstagsständchen zu Ehren des Trainers.
Svenja hatte leckeren Geburtstagskuchen gebacken und als Geschenk gab es ein neues Handy im Schuhkartonformat!
 
 
Danach absolvierten wir das Practicrace und bereiteten unsere Boote für die Vermessung vor.
Nach dem gemeinsamen Abendessen begann die Eröffnungsfeier der IDJÜM.
Mewes wurde als Europameister geehrt. Sonst wurde nur viel geredet….
Leider gab es keinen festlichen Umzug durch die Straßen, wie es sonst üblich ist.
Alle Teams erschienen in ihrer schicken, neuen Teamkleidung und mit der Flagge ihres Bundeslandes.
Von Montag bis Freitag segelten wir faire Wettfahrten bei starkem Wind und viel Welle.
Am Mittwoch konnte leider nicht gestartet werden, weil der Wind zu stark und die Sicht zu schlecht gewesen ist.
Ab Donnerstag waren wir in Fleets eingeteilt.
Ich hatte es ins Silberfleet geschafft und ging zuversichtlich und motiviert am letzten Wettkampftag ins Rennen.
 
In der vorletzten Wettfahrt gab es an der Tonne 1 ein riesiges Gerangel. Ich schaffte es nicht mehr rechtzeitig auszuweichen und kollidierte mit einem anderem.
So verlor ich viele Plätze und konnte mein Gesamtergebnis nicht mehr verbessern.

Trotzdem freute ich mich auf die Siegerehrung und besonders auf die anschließende Feier.
Pünktlich traf unser Team an der Nordseehalle ein, aber der Beginn der Siegerehrung zog sich hin…
 
 
Als es dann endlich losging, wurde wieder viel zu viel und zu lange geredet.
Die angekündigte Band begann sehr spät zu spielen und traf auch nicht wirklich den Geschmack der meisten Kinder.
So kam es, dass die eigentliche „Party“ im Park vor der Nordseehalle stattfand.
 
Zwei ereignisreiche Inselwochen und das Segeln in einem tollen Revier waren nun zu Ende.
 
Die Helgoländer waren dann am Samstag nach unserer „Besatzung“ auch von dem Roller- und Skateboard Lärm befreit.

Lukas Nachtigall
 
GER 1026
 
Britz, 04.09.16
 
Die Sommerferien begannen, und der erste Saisonhöhepunkt war gerade absolviert. Nach der erfolgreichen Teilnahme an der Travemünder Woche stand der eigentliche Höhepunkt vor der Tür. Die Jugendeuropameisterschaft im Laser Radial in Tallinn (Estland). Zur Teilnahme hatten sich von unseren Seglern Anselm Klein aus Potsdam, Carolin Müller aus Fürstenberg sowie vom SV Stahl Finow Niklas Schulz, Anna-Klara Krömke und ich, Jasmin Schmidt. Betreut wurden wir vom amtierenden Deutschen Meister im Laser Standard und Trainer Lukas Feuerherdt aus Brandenburg a. d. Havel
 
Die Reise begann am 02.08. Der Großteil der Segler flog mit Familie, wobei Familie Krömke den gesamten Weg von Bernau nach Tallinn mit 2 Bussen und 4 Booten beschreiten durfte (ca.1500 km).
 
Am Ziel angekommen, wurden wir alle bereits im Gästehaus erwartet. Wegen der super Lage und der spirituellen Ruhe haben unsere Eltern eine Unterkunft im Gästehaus des Pirita Klosters gebucht. Dieses Kloster wird heute von Nonnen des Ordens der Birgittiner Schwestern bewirtschaftet. Entgegen unserer Befürchtungen stellten sich die Schwestern als total cool heraus und wir hatten überall WLAN im Convent.
 
Austragungsort war der Hafen, an dem die Olympischen Spiele von Moskau 1980 ausgetragen wurden. Damals war Estland von der Sowjetunion okkupiert. Was sich bis heute in Architektur und Sprachbild des Landes zeigt.
 
Bevor die Meisterschaft starten konnte, musste das Revier erkundet werden, dazu dienten 4 Trainingstage.
Damit wirklich alle die gleichen technischen Voraussetzungen im Kampf haben, wurde eine Vermessung aller Boote und Bootsteile durchgeführt. Anschließend fand eine feierliche Eröffnung mit den 140 teilnehmenden Seglern Europas aus 26 Staaten und ihrer Begleitungen statt.
 
Während der Trainingstage hatten wir eher wenig Wind, was sich am ersten Tag mächtig änderte. Da fielen die Wettfahrten wegen zu starken Windes aus.
Die darauffolgenden Wettfahrttage verliefen wie geplant, jedoch trieben die Windbedingungen die Segler an ihre körperlichen Grenzen. Niklas kämpfte verbissen mit der Fairness seiner Gegner. Anna-Klara segelte um Platz 26. Meine Erfolgschancen waren wegen des starken Windes eher bescheiden und ich musste mich mit Platz 15 in der Wertung der unter 17 jährigen zufrieden geben
Schließlich konnten auch am letzten Tag keine Rennen mehr stattfinden wegen unbeständiger Winde.
 
Jugendeuropameisterin wurde Hanna Anderssohn aus Rostock, welche ihre seglerischen Anfänge am Schwielochsee hatte.
 
Abgesehen von der JEM war Tallinn ein Highlight für sich. Wir fanden immer etwas Zeit, um in den Abendstunden die Altstadt zu erkunden.
 
Nachdem sich die 14 Tage dem Ende neigten, hieß es Abschied nehmen. Der Abflug für die Segler um 5:30 Uhr morgens, ließen auch Thomas und Torsten aufbrechen um den ganzen Transport zurück zu bringen.
Während wir gegen 9:00 wieder in Berlin landeten, kamen die beiden Väter unbeschadet 3 Tage später in unserem Heimatverein Stahl Finow in Wildau an. Nun war erstmal Urlaub angesagt, um abzuschalten und neue Kraft zu sammeln.
 
Ich freue mich schon auf den nächsten Höhepunkt zur Deutschen Meisterschaft in Wismar.
 
Jasmin Schmidt


 
 
 
 

 

Ein Vierteljahrhundert gib es nun schon den Verband Brandenburgischer Segler e.V. (VBS), der am 29. September 1990 in der Sportgemeinschaft Segeln (SGS) in Potsdam gegründet wurde. Bei vielen Verbänden, so auch beim VBS, wurde dieser Schritt notwendig, denn durch die Wiedervereinigung wurden aus ehemals 16 Bezirken fünf neue Bundesländer geschaffen. Inhaltlich und organisatorisch führten Siegfried Fischer (Vorsitzender des damaligen Bezirksfachausschusses [BFA] Potsdam) und Lutz Storr (Vorsitzender des BFA Frankfurt/Oder) durch den Verbandstag.
Seitdem hatte der VBS insgesamt drei Vorsitzende: Siegfried Fischer (1990-2004), Lutz Storr (2004-2009) und Karl-Heinz Hegenbart, der den Posten seit 2009 ausübt. Der Verband wird zwar erst 25 Jahre jung, dennoch können die drei „Chefs“ insgesamt über sechs Mal so viele Jahre im Ehrenamt vorweisen – ziemlich genau 156.

 

 

Das Laser-Team bei der IDJM in Travemünde. Foto: Alexander Schmidt

71 Kilogramm bei einer Größe von 1.76 Metern – das sind die Maße des neuen Deutschen Jugendmeisters im Laser Radial. Sören Leinert vom Segelverein Circonia Storkow (SCS) kann seinen Erfolg kaum fassen: „Das ist großartig und ich bin richtig erleichtert, dass alles so gut geklappt hat.“ 

 

Die OK-Pokalregatta der Sportgemeinschaft Segeln Potsdam (SGS Potsdam) schaut auf eine lange Tradition zurück. Gleichzeitig ist sie auch ein Spiegelbild der Entwicklung der OK-Klasse für das Revier Berlin-Brandenburg.
Vom dänischen Konstrukteur Knut Olsen 1956 entworfen, verbreitete sich die OK-Jolle auch wegen ihrer einfachen Bauweise schnell weltweit und hatte 1962 bereits einen internationalen Status erreicht. Der Versuch, sie in den 70er Jahren als olympische Klasse einzuführen, scheiterte jedoch. In den deutschen Seglerverbänden hatte sie dahingegen schnell eine große Anhängerschaft gewonnen. Die Regattafelder wuchsen, und die verschiedenen Segelvereine wurden durch ihre Regatten und den Bau eigener Boote bis hin zu kleinen Flotten eifrige Unterstützer dieser Bootsklasse.

 

Wie wird sich das Wetter in diesem Sommer noch entwickeln?

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